Gottesberg ist durch den Bergbau bekannt
 
Gottesberg ist seit 05.07.1950 Ortsteil von Tannenbergsthal. Gottesberg wird urkundlich schon ab 1400 erwähnt und dürfte die älteste Ansiedlung im Waldgebiet sein, älter als Tannenbergsthal. Es ist überliefert, dass schon ab 1400 am Gottesberg Bergbau betrieben wurde. Im 17. Jahrhundert wurden hier 40 Gruben benannt. Ebenfalls waren schon zu dieser Zeit zwei Zinnschmelzhütten in Betrieb. Über Jahrhunderte hinweg verlor der Bergbau in Gottesberg nie seine Bedeutung. 1914 bis 1918 wurde hier versucht, Wolfram abzubauen. Im Jahr 1928 begann der Bau der Zinnaufbereitung, und von 1936 bis 1954 wurde in Gottesberg Wolfram und Zinn gefördert.
Gottesberg hatte auch eine Schule, die 1952 geschlossen wurde und heute Wohnhaus ist.

Am 21. Juli 1889 wurde in Gottesberg die Feuerwehr gebildet, die auch heute noch aktiv ist.

Ansonsten ist über den Ort nur wenig überliefert. Eine Reise in die Vergangenheit kann der Besucher unternehmen, wenn er das Schaubergwerk Schneckenstein (spitzenmäßige Homepage) besucht.
Auf dem Gottesberg wurden die Gruben, z,B. die alte Geyere, Blühender Herbst, Getreue Brüderschaft, Träumende Hoffnung, Waidgrube, Waschblei, Pferdeschacht, Drei Könige, Wolfsstollen und eine ganze Reihe weitere betrieben.
In Gottesberg arbeiteten 2 Zinnschmelzhütten.

 
 
 
 

           Rechts die Zinnhütte Gottesberg

Geduldflaschen
 

Von den 36 Geduldflaschen aus deutschen Revieren stammen die meisten aus Johanngeorgenstadt / Sachsen oder Gottesberg /Vogtland (letztere meist signiert und datiert). Sie sind häufig mit einer von außen bedienbaren Kurbel ausgestattet, durch welche die geschnitzten Bergleute oder technische Einrichtungen in Bewegung gesetzt werden können. Diese Flaschen weisen vorwiegend quadratischen Querschnitt mit relativ kurzem Flaschenhals auf und sind auch in der Art der Einrichtung, der Tracht der Figuren sowie des häufigen Motivs einer Bergmanns-Musikkapelle in der Obertageetage deutlich von jenen aus dem alten Ungarn unterscheidbar. Die sächsischen Objekte können etwa ab der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts nachgewiesen werden.
 

Bergmännische Geduldflasche, Gottesberg, Vogtland, F. Hammer, 1869 (Erzgebirgsmuseum Annaberg-Buchholz)

 


Gottesberger Bierdeckel - Gottesberger Pils

Gemeint ist aber Gottesberg (Oberschlesien), heute Boguszow (Polen) 

etwa 1930-1940


 
Diese Radierung zeigt auch nicht unser Gottesberg, sondern den biblischen Gottesberg.